Ziele erreichen, aber richtig! Teil 2

Schön, dass du wieder dabei bist! Du hast dich mit den Inhalten aus Teil 1 auseinandergesetzt und willst jetzt die nächsten Schritte machen? Bevor du begeistert losstartest, solltest du dich noch mit den folgenden Fragen auseinandersetzen:

Welche Motivationen stecken hinter deinem Ziel?

Es kann sein, dass du gleich mehrere gute Gründe hast, um ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Du möchtest vielleicht deine Gesundheit stärken, deine Jobchancen verbessern, neue Fertigkeiten lernen oder glücklicher leben. Was auch immer es ist – sei ehrlich zu dir und gehe dem Kern deines Antriebes auf den Grund.

Jemand kann 4x in der Woche in ein Fitnessstudio gehen und dort Gewichte stemmen, um überzeugt zu antworten: „Ich tue das, weil ich gesund und fit sein will!“ Doch unter der Oberfläche treiben ihn vielleicht ganz andere Gründe an. Vielleicht will er damit Frauen beeindrucken oder seinen Selbstwert stärken? Oder mehr Gewicht stemmen als sein bester Freund oder der Arbeitskollege?

Welche Beweggründe du auch hast – entdecke deinen wahren Herzensgrund.

Wenn du zu dem Schluss kommst, dass deine aktuellen Beweggründe nicht ausreichen, mach dich auf die Suche. Nur wenn ein Feuer der Begeisterung in dir brennt, hast du auf lange Sicht die Kraft und Ausdauer, um alle Hindernisse zum Ziel zu überwinden.

Steht dein Ziel im Widerstreit mit anderen Zielen?

Als Nächstes solltest du im Gedanken durchgehen, ob dein Ziel vielleicht anderen Zielen von dir entgegensteht. Das kannst du natürlich nicht gebrauchen, denn dann erzeugst du in dir zwei widerstreitende Kräfte, die sich gegenseitig blockieren. Manchmal kann es auch passieren, dass ein Ziel das du dir steckst, mit anderen Einstellungen und Überzeugungen in dir im Widerspruch steht. Hier ein einfaches Beispiel: Nehmen wir an, du bist davon überzeugt, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, sich zu entwickeln. Um das tun zu können hat er ein Recht auf eine angemessene Arbeitsumgebung und eine faire Bezahlung. Wenn du dich mit dieser Einstellung für einen Job bewirbst, der zwar gut dotiert ist, von dem du aber ahnst, dass du dafür andere ausbeuten musst, gerätst du früher oder später in einen inneren Konflikt. Oder wenn du vielleicht davon träumst, auf dem Land, mitten in der Natur zu leben, aber gleichzeitig die Annehmlichkeiten der Stadt nicht missen willst. Also – kläre, ob dein Ziel deinen Werten und Grundeinstellungen entspricht. Fühlt sich dein Ziel gut an? Passt es zu dir? Falls das nicht der Fall sein sollte, verändere dein Ziel oder überdenke andere Ziele, Werte und Grundeinstellungen von dir.

Willst du das Ziel wirklich?

Diese Frage klingt ein wenig seltsam, ich weiß. „Klar will ich das Ziel, sonst würde ich es ja nicht verfolgen!“ wirst du jetzt vielleicht spontan denken. Doch ist das wirklich so? Ich habe schon Menschen getroffen, die mit viel Ausdauer und Energie ein Ziel verfolgt haben. Als sie es schließlich erreicht hatten, mussten sie sich irritiert eingestehen, dass sie das Ziel und seine Konsequenzen gar nicht haben wollten.

Denn jedes deiner Ziele ist mit bestimmten Begleiterscheinungen verbunden.

Es verändert dich und deine Lebensumstände. Karriere bedeutet, dass du vielleicht in eine andere Stadt ziehen musst, oder viel mehr Arbeitsstunden hast. Das bedeutet weniger Zeit mit Freunden und Familie – oder deinen Hobbies. Andere Ziele verlangen von dir vielleicht, große Risiken einzugehen oder auf Sicherheiten zu verzichten. Bevor du also auf ein Ziel lossteuerst, finde für dich heraus, ob du die Folgen davon für dich voll und ganz annehmen kannst und willst. Wenn du dir nicht hundertprozentig sicher bist, frage Menschen, die das Ziel bereits erreicht haben. Lass dir von ihnen schildern, mit welchen Vor- und Nachteilen sie vielleicht konfrontiert sind und wie sie damit umgehen.

Auf dem Weg kann sich dein Ziel verändern

Als du dir dein Ziel gewählt hast, hast du das aus deinem damaligen Erkenntnisstand heraus getan. Während du deinem Ziel Schritt für Schritt näherkommst, lernst du ständig Neues dazu. Du tauchst immer tiefer in die Materie ein, gewinnst neues Wissen und bekommst ganz neue Einblicke. Durch diese neuen Erkenntnisse kann es passieren, dass sich deine Sicht auf das Ziel verändert. Das Ziel bekommt für dich vielleicht einen neuen Stellenwert. Oder du stellst fest, dass du – um das Ziel zu erreichen – vorher noch etwas anderes brauchst. Oder du musst dir eingestehen, dass das alte Ziel für dich an Wert verloren hat und du es daher nicht weiter verfolgen willst. Das ist ganz normal und zeigt dir, dass du dich entwickelst. Jetzt wird es Zeit, dein Ziel anzupassen, denn:

Es macht keinen Sinn, starr an einem Ziel festzuhalten, das für dich überholt ist.

Stecke deine Energien lieber in ein neues Ziel.

Wie gehst du mit Rückschlägen um?

Früher oder später erleidest du vielleicht einen Rückschlag. Sie sind die zweite Seite auf der Erfolgs-Medaille und gehören dazu. Solche Momente gehören zu den kraftvollsten Momenten auf deinem Weg. Die Frage ist nur – wie gehst du damit um?

Rückschläge werfen uns auf uns selbst zurück. Sie lassen uns innehalten und die Situation neu überdenken.

Im besten Fall lassen Sie uns lernen und wachsen.

Du kannst Rückschläge dazu nutzen, um

  • dein Ziel zu adaptieren oder neu zu definieren
  • deine Strategien anzupassen
  • neue Optionen zu entwickeln oder zu suchen
  • deinen Erfahrungsschatz zu erweitern
  • neue Kräfte zu tanken

Wenn du mit Rückschlägen und Niederlagen offen umgehen kannst, werden sie zu einem Geschenk. Ja, Im ersten Moment sind sie ärgerlich, enttäuschend und schmerzhaft! Blicke nach vorne und nimm die Erfahrung für deine weiteren Schritte mit. So kommst du aus Rückschlägen gestärkt hervor.

Genieße das Erreichen deines Zieles!

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, der leider oft vernachlässigt wird. Wir sind es gewohnt, von einem Ziel zum nächsten zu hasten. Kaum haben wir etwas erreicht, ist unseren Blick schon wieder in die Ferne gerichtet. Wir arbeiten oft hart für das Erreichen unseres Zieles, doch dort angelangt, nehmen wir es gar nicht mehr so richtig wahr. Oder noch schlimmer – oft können wir uns gar nicht mehr daran freuen. Daher meine Empfehlung an dich:

Widme dem Ankommen genauso viel Achtsamkeit wie dem Losstarten.

Freue dich auch über das Erreichen von Zwischenzielen! So macht es Spaß, an deinem Ziel zu arbeiten.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat dich inspiriert und unterstützt dich dabei, dir über deine Ziele klar zu werden und deine ganze Kraft zu sammeln, um sie erfolgreich umzusetzen.

Viel Erfolg!

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