Ziele erreichen, aber richtig! Teil 1

Ziele! Sie sind das Salz in der Suppe, wenn es darum geht, Projekte anzugehen und Veränderungen umzusetzen. Ohne Ziele fällt es schwer, deine Kräfte zu fokussieren und vorhandene Ressourcen zu bündeln.

Schon Seneca meinte:

„Für einen, der nicht weiß, nach welchem Hafen er steuern will, gibt es keinen günstigen Wind.“

Damit du es schaffst, deine Ziele erfolgreich umzusetzen, gilt es ein paar Dinge zu beachten.

Wähle dir SMARTe Ziele

Vielleicht hast du es schon einmal gehört. Wie sollte ein Ziel beschaffen sein? Am besten SMART! Smart ist ein Akronym und steht für

S – spezifisch
M – messbar
A – ausführbar
R – realistisch
T – terminiert

Gehen wir die einzelnen Punkte kurz durch.

„S“ für Spezifisch

Spezifisch bedeutet, dass es klar definiert ist. Hier helfen dir die klassischen „W“ Fragen – Was? Wer? Wie? Wo? Wodurch? Womit? In welcher Situation? Was willst du genau erreichen? Wenn du ein Verhalten oder ein Mindset verändern willst, musst du dir erst klar darüber werden, woran du genau arbeiten willst. Verschaffe dir Klarheit über den Rahmen deines Zieles.

„Ich möchte mit Stress besser umgehen können“ ist zu allgemein formuliert. Hier fehlen viele wichtige Informationen.
„Ich möchte mit Stress in der Arbeit besser umgehen können“ ist schon ein wenig genauer, aber immer noch zu unpräzise.
„Ich möchte mir drei mentale Techniken aneignen, damit ich in der Arbeit entspannt und gelassen mit Termindruck umgehen kann.“ Das klingt schon sehr Spezifisch.

„M“ für messbar

Damit du deinen Fortschritt und deinen Erfolg überprüfen kannst, solltest du definieren, woran du ihn messen kannst. Beim Mentaltraining hat sich eine Skala bewährt. Du kannst sie z.B. zwischen -5 (sehr schlecht), 0 (neutral) und +5 (sehr gut) ansetzen. Oder du verwendest ein Schulnotensystem, oder eine Skala von 1-10. Was immer sich für dich passend und stimmig anfühlt. Wenn du eine solche Skala für dich definiert hast, kannst du zu Beginn deines Trainings festlegen, wo du dich gerade befindest mit deiner Stimmung, deiner Konzentration, Entspannung, Fertigkeit, … Nach Abschluss der Übung oder nach einer bestimmten Trainingszeit wirfst du wieder einen Blick darauf und vergibst eine entsprechende Note. Hat es sich für dich verbessert? Ja? Dann bist du auf dem richtigen Weg. Viele Dinge sind natürlich auch ganz objektiv messbar. Wenn du etwa für eine Tätigkeit bisher 30 Minuten gebraucht hast, sie jetzt aber mit derselben Qualität in 15 schaffst, ist die Entwicklung offensichtlich. Viele Verbesserungen stecken im Detail. Für sich genommen ist es nur eine Kleinigkeit, aber in Summe ergeben Sie eine viel bessere Stimmung.

„A“ für ausführbar

Jedes Ziel das du verfolgst, setzt sich aus zwei Bereichen zusammen. Der Erste beinhaltet alles, was du selbst beeinflussen kannst. Jede Handlung, die aktiv zur Erreichung deines Zieles beitragen kann. Das ist deine Selbstwirksamkeit.

Der zweite Bereich definiert sich aus den restlichen Umständen. Alles, was du nicht beeinflussen oder steuern kannst. Das ist die Fremdwirksamkeit.

Wenn du für einen Marathonlauf trainierst, hast du es selbst in der Hand, wann, wo und wie oft du trainierst. Indem du zusätzlich Mentaltraining betreibst, deine Ernährung optimierst und dir genügend Schlaf gönnst, kannst du schon sehr viel zu deinem Ziel beitragen. Was du aber nicht beeinflussen kannst ist, ob der Lauf wegen schlechtem Wetter abgesagt werden muss, ob dich jemand am Start rempelt, oder ob es an diesem Tag regnen wird oder sehr heiß ist. So ist es bei jedem Ziel, das du ansteuerst.

Es gibt immer Bereiche, die veränderbar sind und andere, auf die du einfach keinen Einfluss hast.

Wichtig ist nur, dass du zwischen beiden unterscheiden kannst. Der Teil, den du selbst beeinflussen kannst, sollte immer größer sein als der Rest. Denn ein Vorhaben, das zum Großteil von Umständen abhängt, die nicht in deiner Macht liegen, ist frustrierend und unmöglich zu erreichen. Konzentriere dich also auf die Teile, die ausführbar sind und versuche die Teile gelassen zu nehmen, auf die du keinen Einfluss hast.

„R“ für Realistisch

Natürlich kannst du dir hohe Ziele stecken. Doch sie sollten für dich auch erreichbar bleiben. Wenn du dir utopische Ziele steckst, verlierst du viel Energie und Zeit. Realistisch kann auch bedeuten, dass du dich nicht mit anderen vergleichst. Um beim Sport zu bleiben: Wenn du dir als Freizeitsportler vornimmst, die Weltrekordzeiten für einen Marathon zu unterbieten, wird das wahrscheinlich unrealistisch sein. Wenn du dir aber zum Ziel setzt, deine persönlichen Bestzeiten um einen bestimmten Wert zu verbessern, sieht die Sache ganz anders aus.

„T“ für Terminiert

Jetzt kommen wir zu den Fragen nach dem Zeitrahmen. Wie lange soll es dauern? Wie lange willst du brauchen, um dein Vorhaben zu erreichen? Mein Tipp dazu: Plane immer ein wenig Extra-Zeit für Unvorhergesehenes ein. Bis wann willst du dein (Zwischen-) Ziel erreicht haben? Auch wenn du sehr ambitioniert bist – versuche auch hier, realistisch zu bleiben. Falls du es in der definierten Zeit nicht schaffst, aber bis zu diesem Zeitpunkt gute Fortschritte gemacht hast, passe deinen Zeitrahmen an. Gescheitert bist du dadurch nicht.

Puh! Das war eine ganze Menge. Bist du immer noch startbereit? Sehr gut! Jetzt hast du dein Ziel definiert. Nimm dir in Ruhe Zeit und arbeite an deiner Zieldefinition. Es zahlt sich aus. Im nächsten Blog gehen wir dem Thema noch etwas mehr auf den Grund. Freue dich auf Teil 2.

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