Psychohygiene

Die tägliche Körperpflege ist inzwischen zu einer angenehmen Routine in unserem Alltag geworden. Längst ist es weit mehr, als eine angenehme und erfrischende Dusche zu genießen. Die Kosmetik bietet uns inzwischen unzählige Produkte für das körperliche Wohlbefinden. Inzwischen können wir jede Körperpartie pflegen. Doch wie steht es um die Pflege unseres Bewusstseins?

Was bedeutet „Psychohygiene“?

Die Psychohygiene beschäftigt sich mit der seelischen Gesundheit und wie du sie im Alltag fördern kannst. Darunter versteht man alle Maßnahmen, mit denen du zur Erhaltung und Steigerung deiner psychischen und seelischen Gesundheit beitragen kannst. Etwa, bewusst deine mentalen Kraftquellen zu stärken und zu nutzen, um so besser auf deine mentalen Bedürfnisse zu achten. Auch der Umgang mit Stress spielt hier eine entscheidende Rolle. So wirst du widerstandsfähiger gegenüber den Belastungen des Alltags. Einen positiven Einfluss haben auch alle Aktivitäten, die Spaß machen. Entspannung und Achtsamkeit, aber auch der Aufbau eines stabilen sozialen Netzwerkes. Einen wichtigen Stellenwert nehmen auch die Medieninhalte ein, die wir täglich konsumieren. Die Musik, die wir hören, die Filme die wir uns ansehen.

Es geht darum, eine Gedankenwelt zu erschaffen, die uns fördert und stärkt statt uns auszubremsen.

Medien wirken nach

Was wir täglich im Fernsehen, am Handy, Tablet oder PC konsumieren, wirkt oft noch Stunden oder gar Tage in unserem Geist nach. Auch wenn wir uns bewusst schon lange nicht mehr damit beschäftigen. Wir alle sind unterschiedlich sensibel, was Reize angeht. Während manche kaum berührt werden, hinterlässt es bei sensibleren Menschen tiefe Eindrücke, die sich über längere Zeit festsetzen können. Denn es sind nicht nur die Bilder alleine.

Sie brennen sich in unser Gedächtnis ein durch die Emotionen, die sie bei uns auslösen.

Viele Filme und Serien sind heute voll mit expliziten Gewaltdarstellungen. Düstere und beklemmende Filme erschaffen in unserem Geist eine düstere Stimmung. Am Abend vor dem Schlafengehen noch schnell den Agententhriller ansehen? Am PC noch kurz den neuesten Horrorfilm streamen oder den Ego-Shooter zocken? Unser Bewusstsein beschäftigt sich damit. Im Schlaf versucht unser Gehirn, die Informationen einzuordnen, zu bewerten und zu integrieren. An einen erholsamen Schlaf ist dann nicht mehr zu denken. Bei stark emotionalen Inhalten kann es auch passieren, dass unsere Gedanken noch Stunden oder Tage später um die Szenen kreisen und uns immer wieder damit konfrontieren. Du kannst das aber nachhaltig ändern. Anfangs ist es sicher eine Herausforderung, die medialen Konsumgewohnheiten zu ändern. Betrachte es als eine „mentale Diät“ um deinen Geist zu stärken. Du konsumierst mehr gesunde Inhalte und vermeidest, was dir nicht guttut. Mit der Zeit verbessert sich deine Konzentration und deine Stimmung und ein positives Lebensgefühl macht sich breit.

Artikel wecken Emotionen

Bei vielen Tageszeitungen verhält es sich ähnlich. Dort stehen zwar nicht extreme visuelle Eindrücke im Vordergrund, doch die Berichterstattung muss spannend, aufregend und vor allem – emotional berührend – sein. Schlagzeilen sollen unsere Aufmerksamkeit fesseln und eine Reaktion in uns hervorrufen. Achte das nächste Mal, wenn du eine Zeitung liest, bewusst darauf, welche Worte verwendet werden und ob, bzw. wie dich das Thema emotional berührt. Wie wird die Information transportiert? Superlativen und starkes „wording“ sind hier vermutlich an der Tagesordnung. Betrachte die Auswahl der Artikel. Welche Inhalte überwiegen? Negative oder positive News? Lässt es dich Schmunzeln? Oder erzeugt es eher Ärger oder Angst in dir? Nachdem man manche Ausgaben gelesen hat, kommt man leicht zu dem Eindruck, dass die Welt voll von negativen Ereignissen ist. Das bringt uns nicht unbedingt in eine positive Stimmung, oder?

Am Ende des Tages…

Immer mehr Menschen leiden heute unter Schlafstörungen. Die Auslöser dafür sind vielfältig, doch der tägliche Stress und die Reizüberflutung tragen ihren Teil dazu bei. Die tägliche Informationswelle ist enorm und es ist die Frage, wie wir darauf surfen wollen – ohne unter zu gehen. Wir nehmen unsere Sorgen mit ins Bett. Unsere Gedanken kreisen um quälende Themen. Wir können kaum mehr loslassen. Wenn du erholsamen Schlaf suchst und deiner Stimmung etwas Gutes tun willst, dann solltest du Fernseher, Handys und Tablets konsequent aus deinem Schlafzimmer verbannen. Auch die Arbeit für den nächsten Tag hat dort nichts verloren. Willst du abends noch Fernsehen, wähle die Themen mit Bedacht aus.

Alternativ kannst du auch zu einem guten Buch greifen oder angenehme, ruhige Musik hören. Das hilft deinem Gehirn dabei, runterzukommen. Du kannst das Einschlafen verankern, indem du es zu einem allabendlichen, kleinen und individuellen Ritual für dich machst. Etwa, indem du eine warme Tasse Tee trinkst oder den Tag im Gedanken noch einmal Revue passieren lässt. So kannst du Altes leichter loslassen, aus vergangenen Ereignissen lernen und das Beste für den kommenden Tag mitnehmen. Auch eine kurze Meditation kann deine mentalen Kräfte regenerieren. Eine große Auswahl an Entspannungstechniken oder eine motivierende Innenschau findest du auf meiner Seite.

Ich wünsche dir Klarheit für deine Ziele und viel Energie.

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