Mentale Verletzungen

Hast du gewusst, dass man sich nicht nur physisch verletzen kann, sondern auch mental? Natürlich sind solche Verletzungen äußerlich nicht sichtbar, aber sie haben eine Wirkung auf dich. Ich will dir daher hier ein paar mentale Verletzungen vorstellen. Wahrscheinlich wirst du die eine oder andere schon selbst erfahren haben. Manche Verletzungen gehen tiefer und wiegen schwerer als andere und je nach ihrer Art kann es unterschiedlich lange dauern, bis sie geheilt ist und unser Geist wieder „ganz“ geworden ist. Am Ende stelle ich dir zwei einfache aber wirksame Techniken vor, mit denen du deinen Geist stärken, und dich von mentalen Verletzungen schneller erholen kannst.

Schock

Ein Schock gehört wohl zu den schwersten mentalen Verletzungen, die man erleben kann. Ausgelöst wird ein Schock durch Unfälle oder andere extreme Ereignisse, die uns überfordern. Die unmittelbaren Folgen – wir können im Schockzustand nicht mehr angemessen reagieren, klar denken oder handeln. Je nachdem, was passiert ist, benötigt unser Gehirn und unser Bewusstsein Zeit, um die Ereignisse angemessen zu verarbeiten. Unter Umständen kann auch eine sanfte Aufarbeitung oder eine begleitende Traumatherapie durch einen Spezialisten nötig sein. Man kann die Erholung von den Folgen eines Schockzustandes durch passende mentale Techniken noch zusätzlich fördern und unterstützen.

Grübeln

Jeder von uns hat wohl schon über das eine oder andere Problem nachgegrübelt. Das schlimme dabei – wir verbrauchen damit sehr viel Zeit und mentale Ressourcen, um einer vermeintlichen Lösung nachzujagen. Unsere Gedanken kreisen dabei um die immer gleichen Themen und eine Lösung – ein Ausweg – scheint dabei meistens nicht in Sicht. Auch hier kann man mental einwirken. Durch das Einnehmen einer neutralen Distanz, der Neubetrachtung von sich selbst und einer anderen Beurteilung der Gesamtsituation kann man das Grübeln signifikant reduzieren. Auch die Technik Probleme schrumpfen oder Loslassen, die du in meinem Shop kaufen kannst, können dir dabei helfen.

Irritation

Wir betrachten viele Dinge in unserem Weltbild als logisch und entsprechend als vorhersagbar. Doch plötzlich werden wir in diesem System ganz unvermittelt aus der Bahn geworfen. Wir sehen jemanden oder etwas, der vollkommen unlogisch spricht oder handelt. Eine Sache, die für uns einfach überhaupt nicht zusammenpasst. Eine für uns unlogische Reaktion, die überhaupt nicht zu dem passt, was wir erwartet oder erhofft haben. Wir sind erstaunt, irritiert und überrascht. Wir versuchen, das Beobachtete irgendwie einzuordnen in unser Schema. Wir beginnen damit, unbewusst Vergleiche mit ähnlichen Dingen anzustellen. In solchen Augenblicken sind wir verwundbar. Wir werden dadurch mehr oder weniger stark aus unserer (Denk-) Bahn geworfen. Mit Irritationen gehen Menschen ganz unterschiedlich um. Wie weit einen das Thema unmittelbar betrifft, welche Glaubenssätze und Überzeugungen es verletzt und wie flexibler das eigene Denken ist bestimmt, wie man damit umgeht. Auch, ob man eher ein statisches oder dynamisches Mindset hat, spielt hier eine entscheidende Rolle.

Ablenkungen

Ablenkungen begegnen uns täglich immer und überall. Im Zeitalter der digitalen Medien, der Smartphones und social Media sind sie präsenter als je zuvor. Für viele wichtige Tätigkeiten ist es aber unbedingt erforderlich, dass wir fokussiert bleiben und Ablenkungen ausblenden können. Aber auch der Umgang mit Ablenkungen lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise trainieren und verbessern. Wir können einerseits an unserer Gelassenheit arbeiten, oder an der Art und Weise, wie wir Ablenkungen wahrnehmen. Wir können lernen, unsere Konzentration zu verbessern und unsere Fähigkeit, in den Flow zu gelangen, entwickeln.

Du merkst schon, es gibt eine ganze Menge Störquellen, die auf unseren Geist einprasseln können. Aber wir haben zum Glück Möglichkeiten, durch gezieltes Training unsere Stärken zu entwickeln und unseren Geist zu stärken.

Jetzt will ich mein Versprechen einlösen, das ich am Anfang dieses Blogs gegeben habe – Tipps und Tricks, die dir helfen können, mit diesen „mentalen Verletzungen“ besser umzugehen. Hier zwei Maßnahmen, die einfach durchzuführen und dabei gleichzeitig sehr wirksam sind.

Die Macht der Dankbarkeit

Wann warst du zuletzt für etwas bewusst dankbar? Diese Frage mag etwas banal klingen, ihre Auswirkung ist es nicht. Denn das Gefühl empfundener Dankbarkeit macht etwas mit dir. Es verändert dein Gehirn und dein Denken. Jeden Tag erleben wir Dinge, für die wir Dankbarkeit empfinden können. Oft sind es nur Kleinigkeiten, manchmal auch ganz besondere Erlebnisse. Aber die meisten von uns sind nicht darin geübt, ein ehrliches und tiefes Gefühl der Dankbarkeit empfinden zu können. Das ist nicht böse gemeint – es ist uns in der Hektik unseres Alltags oft einfach nur abhandengekommen.

Dankbarkeit verwandelt Erinnerung in eine stille Freude.

Dietrich Bonhoeffer

Wenn du die Kraft der Dankbarkeit für dich wiederentdeckst, dann kannst du damit deinem Körper und deinem Geist etwas Gutes tun. Du kannst deine Gedanken beruhigen und mentale Verletzungen heilen. Aber wie stellst du das genau an? Hier ein Beispiel:

Mache es dir zur Gewohnheit, jeden Tag am Abend, bevor du schlafen gehst, ein paar Minuten in dich zu gehen. Schließe dazu deine Augen, wenn es dir hilft. Lasse dann den vergangenen Tag Revue passieren und frage dich: wofür bin ich heute dankbar? Warte ab und lasse die Antworten aus dir aufsteigen. Du kannst es nur denken, oder leise aussprechen. „Ich bin dankbar für…den interessanten Menschen, den ich heute kennengelernt habe, das witzige/empathische/interessante/inspirierende Gespräch, das ich geführt habe, die schönen Augenblicke in der Natur, die ich genießen durfte, die Momente mit meinem/meiner Liebsten, die ich genießen durfte, das Neue, das ich gelernt habe,…“ Natürlich kannst du auch deinen Tag mit einem Gefühl der Dankbarkeit starten. Gehe mit der Dankbarkeit um, wie es sich für dich passend und gut anfühlt. Wenn du willst, kannst du es dir auch zur Gewohnheit machen, die Dinge, für die du Dankbar bist in dein mentales Trainingsbuch einzutragen.

Es gibt unzählige Dinge, für die du dankbar sein kannst. Du musst nur lernen, sie wahrzunehmen und für dich zu entdecken. Damit diese Technik ihre Wirkung entfalten kann, musst du es aber ehrlich empfinden. Richte deine Achtsamkeit nach Innen und spüre die Dankbarkeit. Wecke das Gefühl in dir. Es ist ein freudig empfundenes „Danke“ aus ganzem Herzen. Wenn du anfangs Schwierigkeiten hast, etwas Passendes zu finden, dann erinnere dich an besonders schöne und herausragende Momente aus deiner Vergangenheit. Du wirst sicher einige solcher Augenblicke in dir entdecken – und sei dankbar für sie.

Dankbarkeit ist eine Einstellung, die man entwickeln kann. Mit dieser täglichen Übung sensibilisierst du deine Wahrnehmung. Du beginnst öfter das Schöne zu erkennen, das dich umgibt. Dankbarkeit erwartet nichts, sie nimmt Dinge an. Es kann also ein wenig dauern, bis du den Dreh raushast und Gewohnheitsmäßig Dankbarkeit empfinden kannst. Bleib dran – es lohnt sich! Die zweite Technik ist mit der Dankbarkeit verbunden. Man nennt sie

Das innere Lächeln

Hier beschreibe ich dir eine ganz einfache Grundvariante des inneren Lächelns. Wenn du intensiver damit arbeiten willst, empfehle ich dir die Technik “Das innere Lächeln” aus meinem Shop. Du startest damit, dass du beginnst zu lächeln. Auch wenn dir gerade nicht danach zumute ist. Nur ein klein wenig. Ein sanftes Lächeln. Lächle still in dich hinein, für etwa eine Minute. Ohne Grund oder Ziel. Stelle dir dabei vor, wie sich dieses Lächeln in deinen ganzen Körper ausbreitet, in deine Brust und dein Herz, in deinen Bauch und jede Zelle. Bade sozusagen mit deinem ganzen Körper in einem Lächeln. Auch diese Übung kannst du täglich durchführen – wann immer dir danach ist.

Diese beiden Übungen werden dein Leben verändern und mentale Verletzungen heilen. Wenn du sie dir zur täglichen Gewohnheit machst, können sie dich gegen mentale Verletzungen stärken. Ich wünsche dir viel Erfolg und gute Momente!

Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.