Drei Mentale Monster und wie du sie zähmst

Wenn du dein Denken und deine Lebenseinstellung verändern willst, bekommst du es mit unterschiedlichen Mentalen Monstern zu tun. Sie schleichen sich gerne unmerklich in deine Gedanken, blockieren dich und rauben dir mentale Energie. Heute will ich dir drei dieser Monster vorstellen und dir ein paar Möglichkeiten zeigen, wie du lernen kannst, sie zu beherrschen.

Das Jammer-Monster

Manchmal konfrontiert uns das Leben mit unangenehmen, langweiligen, ärgerlichen und nervigen Dingen. Dann kann es guttun, sich einmal den Frust von der Seele zu reden und einem guten Freund oder dem Partner sein Herz auszuschütten. Das hat auch durchaus seine Berechtigung. Nur die Menge macht das Gift. Wird es zu viel, hat das Jammer-Monster sich bei dir eingenistet.

Wenn du regelmäßig ins Jammern verfällst, raubt dir das die Energie die du brauchst, um die Dinge zu ändern und neue Lösungen umzusetzen.

Du siehst dich als hilfloses Opfer und verharrst in Tatenlosigkeit, anstatt neue Schritte zu setzen. Es hält dich in einer schlechten Stimmung gefangen und – was noch schlimmer ist – diese negative Stimmung kann sich leicht auf deine Umgebung ausbreiten. Seien wir ehrlich – niemand verbringt auf Dauer gerne Zeit mit jemandem, der ständig jammert. Jetzt wird es Zeit, das Jammer-Monster wieder an die Leine zu nehmen.

So zähmst du das Jammer Monster

  1. Wenn es ein vergangenes Ereignis betrifft – nimm innerlich an, was passiert ist. Abgehakt! Formuliere die Erkenntnisse, die du daraus gewinnen konntest. Unser Erfahrungsschatz ist tatsächlich ein Schatz – und er wächst mit jeder weiteren Erfahrung ständig an. Jetzt überlegst du dir konkrete Optionen für das nächste Mal. Sie sollten realistisch und durchführbar sein. Falls sich darunter Strategien befinden, die du bisher noch nie ausprobiert hast, auch gut. Dann kannst du nicht wissen, welche Möglichkeiten sich dadurch für dich eröffnen können.

    Wenn es sich um einen Umstand handelt, der noch andauert (z.B. dass du dich an deinem aktuellen Arbeitsplatz nicht wohl fühlst etc…) dann überlege dir, was zu dieser Situation beiträgt und was das Problem aufrecht erhält. Nimm dir etwas Zeit und liste alle Optionen auf, die dir einfallen, um das aktiv zu verändern. Wenn du starke, positive Menschen in deinem Umfeld hast, hol dir Feedback von Ihnen. Falls nicht – siehe Punkt 2.

  2. Umgib dich mit Menschen, die zielorientiert denken und handeln. Lass dich davon inspirieren, wie sie mit Rückschlägen umgegangen sind. Vielleicht haben sie auch interessante Vorschläge, was du tun kannst.

  3. Trainiere deine mentalen Kräfte und vergrößere dein mentales Potential, damit du mehr Power hast um Veränderungen zu realisieren. Richte deine Achtsamkeit auf all die Dinge, die erfolgreich laufen.

  4. Schließe mit dir einen Vertrag, dass du erst wieder jammern darfst, wenn du mindestens 3 neue Möglichkeiten ausprobiert hast, um die Sache zu lösen.

Das Grübel-Monster

Dein Gehirn analysiert und interpretiert pausenlos die Welt. Selbst während du schläfst, beschäftigt es sich mit dem Input, den es tagsüber durch deine Sinne aufgenommen hat. Alles, was du wahrnimmst und tust, wird von deinen grauen Zellen einer ständigen Prüfung unterzogen. Ist es bereits bekannt? Ist es langweilig oder interessant? Ist es gefährlich oder harmlos? Wie kann es mir nützen? Wie kann ich es lösen? Kann ich es anknüpfen? Der Großrechner in deinem Kopf stellt dir Optionen bereit, bewertet und entwirft.

Wir haben oft sehr hohe Ansprüche an uns selbst. Wenn wir etwas Neues versuchen, streben wir meistens danach, es auf Anhieb perfekt zu machen. Und dass, obwohl uns dazu meist das Wissen, die Praxis und die nötigen Erfahrungen fehlen. Wir vergessen dabei nur allzu leicht, dass wir Zeit zum lernen brauchen. Fehler gehören dazu. Sie sind notwendige Lernerfahrungen die uns rückmelden, wie wir es das nächste Mal besser machen können.

Es ist keine Schande, Fehler zu machen. Es wäre nur schade, denselben Fehler immer und immer wieder zu begehen.

Hier kommt das Grübelmonster ins Spiel. Es analysiert deine vergangenen Handlungen, schickt deine Gedanken im Kreis und lässt dich zweifeln. „Hätte ich es nicht vielleicht anders machen können?“ „Was wäre wenn?“ „Und wenn alles ganz anders kommt als geplant?“ „Das hat ja doch keinen Sinn!“ „Vielleicht…“, „Ja, aber…“

So zähmst du das Grübel-Monster

  1. Wenn du dich beim Grübeln ertappst, ändere spontan deine Haltung. Steh auf (oder setz dich hin, falls du gestanden bist), dreh dich ein paar Mal im Kreis, reiß deine Arme hoch, mach eine Kniebeuge oder ein paar Tanzschritte. Da unser Denken durch unseren Körper beeinflusst wird – und umgekehrt – können wir durch eine Änderung unserer Haltung unsere Gedanken unterbrechen.

  2. Mach einen Spaziergang. Geh in die Natur und beobachte dabei achtsam deine Umgebung. Ein Spaziergang im Wald bringt frischen Wind in deine Gedanken.

  3. Tue etwas, das du gerne machst und dass nichts mit der Tätigkeit zu tun hat, die du gerade durchgeführt hast.

Das Horrorszenario-Monster

Jeder Tag deines Lebens bietet dir unzählige Möglichkeiten. In jedem Augenblick verzweigen sich viele Straßen auf deinem Lebensweg. Du kannst sie einschlagen – oder auch nicht. Du kannst Fern schauen oder diesen Blog lesen (schön, dass du dich für meinen Blog entschieden hast). Du kannst die Laufschuhe anziehen und eine Runde Joggen gehen oder die Zeit stattdessen lieber bequem auf der Couch mit einer Portion Chips verbringen. Du kannst neue Hobbies beginnen, oder es sein lassen. Du kannst Menschen kennenlernen und neue Freundschaften knüpfen, oder lieber die Einsamkeit genießen. Du kannst dich bei vielen Gelegenheiten inspirieren und faszinieren lassen – oder gelangweilt reagieren. Einen großen Teil deines Lebens hast du es selbst in der Hand. Auf andere Bereiche hast du weniger oder gar keinen Einfluss – das Wetter zum Beispiel.

Nüchtern betrachtet ist es eine Frage von Wahrscheinlichkeiten. Manche Ereignisse sind sehr viel wahrscheinlicher als andere.

Theoretisch ist alles möglich, doch in den meisten Fällen schränkt es sich auf eine überschaubare Anzahl von Ereignissen ein.

Dein Gehirn bevorzugt Sicherheit und Vorhersagbarkeit. Dazu entwirft es gerne alle möglichen Szenarien auf der Basis deiner bisherigen Erfahrungen und Annahmen. Das hilft dir, vorausschauend zu planen und mit unvorhergesehenen Ereignissen besser umzugehen. Wenn aber vorwiegend negative Prognosen in deinem Kopf Gestalt annehmen und du diesen mehr Realität vor allen anderen einräumst, dann hast du es eindeutig mit dem Horrorszenario-Monster zu tun. Damit baut sich in dir jede Menge unbegründete Angst und Zweifel auf. Angst vor möglichen Ereignissen, die am Ende meist nie eintreffen. Damit programmierst du dich auf eine negative Realität. Deine Handlungen und dein Körper werden dieser Realität folgen – so wie sie dir immer in jede Realität folgen werden, die du entwirfst.

So zähmst du das Horrorszenario-Monster

  1. Statt dich mitten in deinem düsteren Szenario zu sehen, schaue es dir im Gedanken auf einem kleinen Fernseher in Schwarzweiß an. Gar nicht so bedrohlich, oder?

  2. Für jedes negative Szenario das du entwirfst, erschaffe 2 positive und durchlebe sie so intensiv wie möglich.

  3. Mach dich bewusst über dein negatives Szenario lustig. Übertreibe es bewusst ins absurde

Auf meiner Seite findest du noch eine große Auswahl weiterer, sehr wirkungsvoller Methoden, um mit diesen Monstern umzugehen. Zeig`s ihnen!

Zum Abschluss möchte ich dir ein Zitat von John Wayne mitgeben, der einmal sagte:

„Der morgige Tag ist das Wichtigste im Leben. Er kommt zu uns um Mitternacht – ganz rein. Er ist makellos, wenn er ankommt, und gibt sich in unsere Hände. Er hofft, dass wir vom Gestern etwas gelernt haben.“

Also – gestalte dein Leben und weise deine mentalen Monster in ihre Schranken – Jetzt!

Viel Erfolg!

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