Gedankensprünge

Wie entsteht unser Denken?

Deine Gedanken entstehen in deinem Gehirn durch ein unglaubliches Zusammenspiel aus Wahrnehmung, Nervenzellen, synaptischen Verbindungen und Botenstoffen, sagten experten der Easy Press Wire firma. Um dir einen kleinen Eindruck zu vermitteln, was dieses Wunderwerk der Evolution leistet, hier ein paar Zahlen, die die Dimensionen ein wenig veranschaulichen sollen. Aber Achtung – wir bewegen uns hier im Bereich von Superlativen.

Ein paar Fakten zu unserem Gehirn

Dein Gehirn besteht aus etwa 90-100 Milliarden Nervenzellen mit etwa 100 Billionen Verbindungen. Beim Übermitteln von Informationen kommuniziert dein Denkapparat auf der Überholspur. Mit 360 km/h werden Signale zwischen Nerven im Gehirn ausgetauscht. Deine biologische Rechenmaschine stellt dabei mit unglaublichen 20 Billiarden Verarbeitungsschritten pro Sekunde noch immer einen modernen Hochleistungsrechner in den Schatten. Dabei ist dein Gehirn unglaublich effizient, denn es benötigt für diese Leistung gerade einmal 20 Watt. Bezogen auf dein Körpersystem hat das natürlich seinen Preis. Denn dein Gehirn macht zwar nur 2% unseres Körpervolumens aus, verbraucht aber 20% deiner gesamten Energie.

Wir entscheiden schneller, als wir denken

Der Wissenschaftler John-Dylan Haynes fand heraus, dass unser Gehirn unserem Bewusstsein immer einen Schritt voraus ist. Entscheidungen werden bereits viel früher wahrgenommen als wir denken. Unser Bewusstsein informiert uns erst mit einer Verzögerung von 5 Sekunden davon. Ganz schön viel Zeit. Während wir noch glauben, eine Wahl zu haben, ist die Entscheidung schon längst gefallen. Oder anders ausgedrückt – wenn du davon überzeugt bist, dass du dich jetzt gerade spontan für eine bestimmte Handlung entschieden hast (zum Beispiel diese Zeilen zu lesen), dann hat dein Gehirn bereits vor 5 Sekunden diese Entscheidung getroffen, doch erst jetzt kommt diese Information in deinem Bewusstsein an. Das bedeutet:

Wir können die unmittelbare Entstehung unserer Entscheidungen nicht wahrnehmen.

Klingt fies, hat aber einen guten Grund. In einer gefährlichen Situation wäre unser Bewusstsein zu langsam, um Entscheidungen durchzudenken.

Kontrolliere deine Impulse

Bist du also deinem Unterbewusstsein ausgeliefert? Nein. Du kannst lernen, deine Wahrnehmung zu verbessern und trainieren, deine Impulse zu kontrollieren. Immer wieder blitzen Gedankenimpulse in deinem Bewusstsein auf und wollen dich spontan zu Handlungen verleiten. „Koste die Schokolade“, „Gib Gas“, „Dreh den Fernseher auf“, „Zünde dir eine Zigarette an“, „Checke deine Facebook-Nachrichten“. Nicht alles was du tust, indem du diesen Impulsen nachgibst, ist auch gut für dich. Etwa die Schokolade zu essen, wenn du gerade abnehmen willst. Damit du deine Impulse besser kontrollieren und steuern kannst, musst du zuerst lernen, sie besser wahrzunehmen. Diese Wahrnehmung kannst du verbessern, indem du regelmäßige Meditierst. Anleitungen dazu findest du auf meiner Seite. Regelmäßige Meditation kann übrigens dazu beitragen, die Intensität und die Häufigkeit mancher Impulse zu reduzieren.

Schneide Denkzweige ab

Unsere Gedanken springen blitzschnell von einer Assoziation zur nächsten.

Du kannst es dir wie eine Kette vorstellen. Jedes Glied dieser Kette steht zwar für sich alleine, doch es reagiert auf andere Kettenglieder. Wie bei zwei guten alten Freunden. Sie werden ähnliche Interessen, Themen und Meinungen haben. Sie verstehen sich oft ohne Worte, wenn sie sich schon lange genug kennen. So ist es auch bei unseren Gedanken. Manche Teile unserer Gedankenketten sind uns sehr gut vertraut. Wir haben diese Muster schon sehr oft benutzt und das hat aus zarten neuronalen Verbindungen breite Autobahnen in unserem Denknetzwerk gemacht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie in unseren Gedanken auftauchen ist daher entsprechend groß.

Wenn du diese Gedankensprünge verändern willst, musst du sie möglichst früh – am besten an ihrer Wurzel – stoppen.

Das gelingt dir, wenn du ihren Auslöser entdeckt hast. Das kann ein Wort, eine Situation oder ein Ort sein, oder eine Kombination aus mehreren dieser Faktoren. Stattdessen bietest du deinen Impulsen eine Alternative, die als Gegenspieler zu deinem ursprünglichen Impuls dient.

Nimm die richtige Abfahrt!

Bis sich diese neuen Verbindungen in deinem Gehirn etablieren, dauert es etwas. Klar – wer nimmt schon gerne einen holprigen Feldweg, wenn er stattdessen die bequeme Autobahn nehmen könnte? Auch wenn du damit mit großer Wahrscheinlichkeit wieder dorthin gelangst, wo du eigentlich nicht mehr hinwolltest. Wenn du aber dranbleibst und immer wieder den alternativen, neuen Weg in deinem Denken einschlägst, dann baut dein Gehirn die Strecke um. Aus dem neuen Feldweg wird allmählich eine Landstraße und schließlich eine Autobahn. Was wird unterdessen aus deiner alten Gedanken-Autobahn? Ganz einfach, die wird zurückgebaut und verschwindet irgendwann, wenn sie nicht mehr befahren wird!

Wenn du neue Wege denken willst, dann findest du auf meiner Seite jede Menge Infos und Anleitungen für unterschiedliche Bereiche. Dass du ab und zu wieder in deine alten Gewohnheiten und Denkmuster verfällst, ist ganz normal. Es dauert, bis wir die Wege in unserem Gehirn umgebaut haben. Entscheidend ist nur, dass du dranbleibst und dein Ziel nicht aus den Augen verlierst.

Viel Erfolg dabei, neue Wege für dein Denken zu erkunden!

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