Die Einrichtung in deinem Kopf

Sieh Dich um. Steh für ein paar Minuten von deinem PC auf und mach einen kleinen Rundgang durch deine Wohnung oder dein Haus. Nimm Dir dafür in Ruhe Zeit und mache es ganz bewusst. Schlendere durch die einzelnen Räume und sieh dir die Möbel an, die dich umgeben. Manche Möbel sind vielleicht schon alt, aber trotzdem wertvoll, weil sie für dich mit ganz speziellen Erinnerungen verbunden sind. Vielleicht hast du deinen ganz eigenen Stil bei deiner Einrichtung verwirklicht oder bist noch dabei. Oder hast du sogar vor Kurzem neue Möbel gekauft? Lass deinen Blick über die Bilder wandern, die deine Wände verzieren. Poster, Fotos, selbst gemalte Aquarelle, Notizen und Dekorationen, mit denen du im Herzen verbunden bist.

Manchmal überfällt dich vielleicht das Gefühl, dass es Zeit für etwas Neues ist. Möglicherweise, weil ein Teil deiner Einrichtung schon ziemlich mitgenommen oder abgewohnt ist. Oder einfach nur, weil Du Lust auf Veränderung hast. Etwas Neues – einen neuen Stil, frische Farbe und ein ganz anderes Wohngefühl! Schließlich willst Du dich so richtig wohl und Behaglich fühlen in deinen eigenen vier Wänden. Deine Einrichtung spiegelt dich selbst wider und soll dich im Idealfall in eine positive Stimmung versetzen.

Wenn du dir bei deinem Rundgang allerdings eingestehen musstest, dass du derzeit an einem Ort wohnst, an dem du dich nicht sonderlich wohlfühlst (weil es oft sehr laut ist, die Nachbarn nerven, die Wohnung zu wenig Platz für dich bietet, es kalt oder schimmelig ist, etc.), dann wird das auch eine Wirkung auf deine Stimmung haben und du wirst wahrscheinlich schon Pläne schmieden, wie du an einen angenehmeren Ort umziehen kannst.

Wie richtest du dich in deinen Gedanken ein?

Deine Gedanken – wie du mit der Welt interagierst und wie du dich selbst wahrnimmst – das bildet deine mentale Einrichtung.

Sie sind sozusagen die „Möbel“ deines Bewusstseins. Hand auf`s Herz – wie steht es mit dieser Einrichtung in deinem Kopf? Was dominiert dort? Sind es lichtdurchflutete große Räume, angenehme Ecken und Vielfalt? Oder stehen dort eher dunkle, sperrige Möbel herum, die dir schon länger den Platz wegnehmen und das Licht blockieren? Dann wird es dir vermutlich schwerfallen, deine Potentiale zu nutzen.

Dein Bewusstsein bietet Dir unendlich viele Möglichkeiten.

Du bist nicht auf 30m2 begrenzt – du kannst in deinem Geist auch auf 300m2 oder 3.000m2 wohnen. Ob und wie das im Detail aussieht, das bestimmst du selbst. Denn du bist der Innenarchitekt deiner mentalen Welt. Du hast den Weg auf meine Seite gefunden. Daher gehe ich davon aus, dass du dich auch in deinem Kopf besser einrichten, Altes und Überholtes entrümpeln und mal etwas Neues ausprobieren möchtest, um dein mentales Zuhause schrittweise zu verbessern und aktiv mitzugestalten. Vielleicht willst du eine Entspannungsmethode nutzen, um den Stress zu reduzieren oder deine Konzentration steigern, um fokussierter zu arbeiten? Oder du willst dir ein paar Inspirationen für deine Kreativität holen? Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Platz für Neues schaffen

Wenn du dich mental neu einrichten willst, dann kannst du damit beginnen, den Nutzen deiner jetzigen Möbel (deiner Gedanken) zu hinterfragen. Manche dieser Möbel sind alte Einstellungen, Standpunkte, Denkgewohnheiten oder Glaubenssysteme, die sich über die Jahre eingeschlichen haben. Du bist fest davon überzeugt, dass du sie brauchst. Du glaubst, ohne sie nicht leben zu können. Sie fühlen sich vertraut an. Es ist nicht einfach, solche Teile in Frage zu stellen und loszulassen. Sie bieten dir Möglichkeiten, begrenzen dich aber auch.

Du kannst nur wachsen, wenn du die Grenzen deines Geistes hinter dir lässt.

Mach einen Deal mit dir

Ich verrate dir einen kleinen Trick, mit dem es ein wenig leichter fällt. Alles was du in deinem Geist verwendest, ist bekannt, geprüft und gut etabliert. Also kann es auch nicht so schnell verloren gehen, oder? Daher musst du nicht fürchten, etwas zu verlieren.

Nutze diese Gelegenheit und gib neuen Dingen eine Chance.

Mache einen kleinen Deal mit dir selbst. Schiebe alte Gedanken für eine festgelegte Zeit – sagen wir eine Woche – beiseite, und hole dir stattdessen zur Abwechslung neue Ideen, Bilder, Denkstrategien und Methoden in dein mentales Zuhause. Du kannst dir z.B. vorstellen, dass du alte Gedankenmuster erst einmal in einem „Self-Storage“ zwischenlagerst. Lasse dich auf das Neue ein und gib diesen neuen Gedanken eine faire Chance in dir zu wachsen. Sieh zu, was mit dir passiert und wie sich deine Fähigkeiten erweitern. Wenn es sich als nicht so wirksam wie deine früheren mentalen Strategien erweisen sollte, kannst du deine alten Möbel jederzeit an ihren alten Platz zurückstellen. Doch wenn du nach einiger Zeit feststellst, dass das Mentaltraining deine gedankliche Einrichtung merklich verbessert hat, kannst du diese alten Teile getrost entsorgen. Dein Horizont und deine Wahrnehmung haben sich erweitert. Ein gutes Gefühl, oder?

Diese Metapher der „Einrichtung in deinem Kopf“ bietet dir die Möglichkeit, eine ganz neue Perspektive zu deinen Gedanken einzunehmen und etwas Distanz zu bekommen. Zugegeben – nicht jedes Möbelstück passt in jede Behausung.

Dich mental neu einzurichten verlangt ein wenig Einsatz.

Mit einem Ziel vor Augen erstellst du dir einen geeigneten Trainingsplan und mit etwas Geduld und Ausdauer stärkst du deine mentalen Fähigkeiten. So baust du deine Stärken aus und übernimmst die Kontrolle. Bleib dran! Am Ende war es den Schweiß wert. Du schaust dich um und stellst fest, dass der Platz dir jetzt viel mehr Möglichkeiten bietet als zuvor. Du hast schon ein paar alte Gedankenmuster identifiziert, die du entrümpeln möchtest? Dann leg los – worauf wartest du noch?

Viel Erfolg!

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